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Der Termin für Ostern ändert sich jedes Jahr. Der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling ist der Ostersonntag. Deshalb ist es jedes Jahr wieder zu einer anderen Zeit Ostern. Was sich aber nicht ändert, sind die Osterbräuche und die Rituale rund um Ostern in der Familie…

Unsere Ostereier-Galerie

Heute haben wir unser Mittagessen auch schon Ostern zu verdanken. Wir haben ausgepustete Ostereier zum Bemalen gebraucht, also gab es Omelette. Bei uns in der Familie bemalen wir alle gemeinsam die Ostereier kurz vor Ostern. So hat sich über die Jahre eine richtiger Ostereier – Galerie gebildet. Ein Jahr haben wir Ostereier mit Seidenpapier gefärbt,

ein anderes Jahr Wachstropfen und Wasserfarben-Ostereier gemacht,

…dann einfach nur mit Wasserfarbe angemalt, dann mit Stickern beklebt (die Kleinsten) und dazu gemalt (die Größeren), ein Jahr waren wir alle vom Künstler Jawlenski inspiriert:

und ein anderes Jahr wiederum von gefilzten Eiern (da stecken dann Plastikeier drunter):

Jeder hat so sein Lieblingsei. Kleiner Tipp: Für die Kleinsten sind Gänseeier super, weil sie besser in der Hand zu halten und nicht so zerbrechlich sind!
Und wie malt ihr dieses Jahr eure Eier an?

Warum gibt es die gekochten Ostereier als Osterbrauch?

Als wir  heute gerade dabei waren, die Eier auszublasen fragte meine Kleinste Emma-Anais:
“Warum gibt es eigentlich nur an Ostern die bunten (harten) Eier?” Eine gute Frage!

Der Brauch harte Eier an Ostern zu kochen und aufzubewahren kommt noch aus der Zeit, als arme Bauern, die kein eigenes Land hatten, ihre Felder von einem Gutsherrn mieten mussten. Einen Teil der Miete für die Felder konnten sie mit Eiern zahlen. Weil während der Fastenzeit vor Ostern keine Eier gegessen werden durften, blieben bei den Bauern viele Eier liegen, denn sie konnten sie ja nicht verkaufen. Die Eier wurden dann schlecht. Mit schlechten Eiern konnte man natürlich die Miete nicht bezahlen. Da kam eine Bäuerin auf die gute Idee, die Eier zu kochen und so länger haltbar zu machen.

Und warum sind die Ostereier bunt?

Damit sie die rohen von den gekochten Eiern unterscheiden konnte, färbte die Bäuerin die Eier beim Kochen ein. Gelbe Eier färbte sie zum Beispiel mit Zwiebelschalen, Grüne mit Spinat, Rote mit Roter Bete.
Habt ihr das auch schon einmal ausprobiert?
Zum Ostergottesdienst nehmen wir übrigens die gekochten und gefärbten Eier mit einem gebackenen Osterlamm (also einem Kuchen) in die Kirche mit, um die Speisen segnen zu lassen.

Osterbräuche in Irland – für Anette, Enya und Markus ?

Anette und ihre Familie erleben zur Zeit auch die irischen Osterbräuche mit und tanzen mit. Denn in Irland werden an Ostern traditionell Tanzwettbewerbe auf den Straßen ausgetragen. Wer gewinnt bekommt als Siegergeschenk einen Kuchen.

Karfreitag ist auch in Irland ein sehr ruhiger Tag. In unserer Familie ist es Brauch kein Fleisch zu essen und keine Musik zu hören oder zu musizieren. In Irland essen viele Menschen nichts bis zum Mittag und früher war es dort Brauch, nur barfuß auf die Straße zu gehen. Es wurde auch kein Tier geschlachtet, kein Holz verbrannt oder verarbeitet und auch kein Nagel eingeschlagen. Am Ostersamstag werden heute in Irland dann hunderte Kerzen an der vom Priester gesegneten großen Kerze entzündet. Zum Ostersonntag gibt es Lauchsuppe und Lamm, das zu Hause gegessen wird.
Was gibt es bei euch am Ostersonntag zu essen?

Zum Abschluss möchte ich euch noch von einem alten Osterbrauch erzählen, den ihr wahrscheinlich alle als Geburtstagsspiel kennt.

Das Eierlaufen – ein Osterspiel der Ritter!

Schon im 15. Jahrhundert wurde das Spiel von den Junkern der Ritterburgen in Schönecke erfunden. Alle Junker (Ritter) hatten damals Läufer auf ihren Burgen. Das waren junge Burschen, die als Boten für sie arbeiteten. Am Ostermontag ließen die Ritter ihre Läufer im Eierlauf gegeneinander antreten, um herauszufinden, wer der Schnellste ist. Das Eierlaufen ging damals so wie heute:

Ein rohes Ei auf einen Löffel legen und losrennen. Das Ei darf natürlich nicht vom Löffel fallen!
Na, habt ihr auch Lust auf einen Ostereierlauf?

Frohe Ostern wünschen wir euch allen!
Wir freuen uns über eure Osterbräuchen in der Familie! Schreibt sie einfach als Kommentar hier auf der Seite ganz unten!

Eure

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Fotos: la-luna-Familienmusik

Tags : BrauchtumFamilienlebenFamilienschatzkistefrühlingOsternRitualeTraditionen

3 Kommentare

  1. Da habt ihr ja eine interessante Sammlung an spannenden Details rund um Ostern zusammen gestellt.
    Zugegeben wir rennen lieber schon mit gekochten Eiern auf Löffeln 😉 Das gibt weniger Sauerei *lach*
    Liebe Grüße

  2. Bei uns gibt es zwei besondere Ostertraditionen. Zum einen backen wir Poschweck, das ist eine Art Osterbrot (Hefeteig) mit eingebackenen Zuckerstücken nach einer Überlieferung meiner Großmutter, die aus Aachen stammte. Die Scheiben werden dick mit Butter bestrichen und dazu gibt es die Ostereier.
    Mit letzteren wird vorher “getuppt”. Jeder sucht ein Ei aus und einer hält die Spitze seines Eis dem anderen hin, der mit seinem daraufschlägt. Wessen Ei heil bleibt, der hat gewonnen. Man kann auch mit der runden Seite tuppen. Die kaputten Eier dürfen dann gegessen werden.
    Aus der Familie meines Mannes stammt das sogenannte “Eier-Schibbeln”. Die Ostereier werden einen Hügel hinabgeworfen. Wessen Ei am weitesten rollt, ohne kaputt zu gehen, der hat gewonnen. Auch hier werden die kaputten Eier verzehrt.
    Liebe Grüße und ein schönes Osterfest
    Helga Hölzinger

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