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Musik während der Schwangerschaft zu hören tut nicht nur dem werdenden Leben, sondern auch uns Mamas und den Vätern gut. Sie kann uns entspannen, sie kann beleben und  durch das gemeinsame Erlebnis kann sie unser Band, unsere Beziehung zueinander, stärken. Dabei habe ich euch ein paar Tipps für das Musik hören und das Musikerlebnis in der Schwangerschaft zusammengestellt: Mit Musik fängt alles an! Musik in der Schwangerschaft 

Außer dem Musik Hören gibt es etwas, was eine noch stärkere Wirkung auf das ungeborene Leben hat, nämlich wenn wir selbst singen! Und das auch gerne nicht nur in der Schwangerschaft, sondern auch danach – für das Baby, für das heranwachsende Kind und für die ganze Familie.

Live-Erlebnis für das Baby

Wenn wir als Mamas für unsere Babys im Bauch singen, dann kommt unsere Stimme über die Knochenleitung bei den Kindern an. Die Musik wird so viel besser zum Gehör unseres Kindes geleitet, als es jede CD (und Spieluhr) leisten kann. Es ist für das Kleine also viel „eindrücklicher“, ein echtes Live-Erlebnis, die Stimme bzw. den Gesang, der Mutter zu hören.

Singen ins Kommunikation
Singen ist Kommunikation

In dem Moment, in dem ich für mein Kind im Bauch singe, nehme ich intensiv Kontakt mit ihm auf. Ohne das gesprochene Wort, sondern über die Musik und ihre Schwingung und Resonanz kann also ein Mensch mit dem anderen kommunizieren.  Das (gemeinsame) Singen stärkt die emotionale Bindung zum Kind: ein Lied für das Kind zu singen ist „Bonding“ pur in der Schwangerschaft – und danach.

Schlaflieder singen und Berührung

Eine schöne Möglichkeit für die erste Begegnung mit Musik im Mutterleib ist es, wenn wir für unsere Kinder Schlaflieder am Abend singen. Dabei können wir das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit an das Baby weitergeben. Die Ruhe des Liedes in Melodie und Rhythmus, der verträumte oder friedevolle Text, die ganze Abendstimmung im Schlaflied überträgt sich von uns auf das Kind. Ich persönlich lege dafür noch meine Hände auf den Bauch (anstatt einer Spieluhr), streichle ihn im Rhythmus des Liedes und meine Schwingungen und positiven Gefühle, die das Singen in dem Moment bei mir auslösen, übertragen sich auf mein Kind. Natürlich können wir Mamas dabei auch sehr gut die Väter mit einbeziehen (beim Singen/Berührung) oder andere Familienmitglieder.

Musik in der Schwangerschaft für eine lebendige Familienzeit!

Aber ehrlich, ich weiß nicht, wie es euch erging oder ergeht: obwohl ich mein Leben lang schon singe, fand ich es zunächst kurz befremdlich für „meinen Bauch“ zu singen. Nachdem ich dann wirklich sofort eine Reaktion, nämlich die Bewegung meiner Tochter im Bauch, spüren konnte, hat sie mich aber bestärkt das immer wieder zu tun. Und das möchte ich euch auch gerne weitergeben:

Singen tut Mamas und Papas gut

Ein schöner Nebeneffekt beim Singen: es werden Glückshormone ausgeschüttet. Es kommt außerdem zu einer entspannten und tiefen Atmung (gut auch für die Unterstützung der Geburtsvorbereitung). Das Singen tut also nicht nur den Babys, sondern auch den werdenden Mamas (und Papa)  gut, ob das nun morgens ist mit einem “Aufwachlied” oder  mit einem Schlaflied.

Tipps für das Singen in der Schwangerschaft
  • Überlegt: Welches Gefühl verbindet ihr mit einem bestimmten Lied oder einer Melodie? Sucht euch Lieder aus, mit denen ihr Positives verbindet:was wollen wir an unser Kind weitergeben? Welches Lied berührt uns, welches Lied macht uns glücklich? Welches erinnert uns an schöne Momente in unserem eigenen Leben?
  • Für euer Kind im Bauch zu singen, ist auch eine sehr gute Gelegenheit Kinderlieder „aufzufrischen“ oder Neue kennen zu lernen. Sucht euch aber die aus, die euch wirklich gefallen (auch vom Text) und die ihr „bewahren“ möchtet.
  • Genießt den innigen Moment mit dem Baby: habt den Mut zu singen, sagt euch: „für mein Baby kann ich singen“. Macht die Türe zu, wenn  die Anwesenheit des Partners oder anderer  stört – oder singt wenn keiner da ist. An dieser Stelle ist die Qualität eures Gesangs nämlich ganz und gar nicht entscheidend! Singt, auch wenn ihr denkt, das sei nicht sauber oder schön. Das Kind wird sich an die wunderschönen verbindenden Momente erinnern!
  • einfach summen geht auch, es muss gar nicht laut sein, vor allem nicht angestrengt: In der Schwangerschaft – durch die veränderten Hormone – verändert sich auch die Stimme der Mutter. Die Stimme kann dann auch mal brüchiger oder trockener sein. Hier hilft: genügend trinken. Und wenn die Luft ausgeht: einfach in kleinen Abschnitten singen, mit Pausen und im selbst gewählten Tempo.
  • Vielleicht sucht ihr euch auch einen bestimmten Zeitpunkt am Tag aus, an dem ihr ein Lied „einbaut“? Macht ein kleines Ritual daraus! Für mich war es bisher morgens gut (mit dem Aufwachlied…) und auch abends: da sang ich – manchmal nur ganz leise wie vor mich hin: „Der Mond ist aufgegangen“ oder auch „Guten Abend, gut Nacht“.
Schlaflieder für die ganze Familie - la-le-luna-Familienband

Eine CD mit Schlafliedern – schon während der Schwangerschaft ein besonderer Familienschatz! Holt sie euch im Familienmusik-Shop (auch als Download).

Und der Papa?

Alle Tipps oben sind auch für (werdende) Papas gedacht! Auch für die Väter gilt: habt Mut! Eure Stimme kann das Kind jetzt schon ganz intensiv kennen lernen und  über das Singen könnt auch ihr eine intensivere Bindung zu ihm aufbauen! Warum also nicht auch mal den Bauch „besingen“? Oder habt ihr einen  einen schönen Sprech-Vers oder ein Gedicht aus der eigenen Kindheit? „Kramt“ doch mal gemeinsam in alten Erinnerungen: welche Lieder kennen wir noch? Kauft oder leiht euch ein schönes Liederbuch, vielleicht mit CD um die Lieder aufzufrischen oder kennen zu lernen. Spielst du als Papa ein Instrument? Dann spiel einfach auch für das Baby im Bauch – und für die Mutter – das wird auch ihr sehr gut tun.

Lieder im Herzen der Kinder

Das Lied, das im Herzen der Eltern ruht, singt auf den Lippen der Kinder. (unbekannt)

Dieses wunderschöne Sprichwort möchte ich gerne ein bisschen verändern:

Das Lied, das die Eltern auf den Lippen haben, ruht im Herzen der Kinder!

Habt ihr auch Lied, das ihr besonders gerne euren Kindern in der Schwangerschaft gesungen habt und/oder auch danach noch singt? Schreibt mir das doch gerne im Kommentar – ich bin gespannt!

Ich wünsche euch viel Mut für euer Baby zu singen und Musik jeden Tag als Teil in eurem Leben zu haben – für eine Lebendige Familienzeit!

Anette_Enya_Markus

Herzlichst,

Anette_lebendige Familienzeitmit Markus und: Enya

Fotos: Bilal Hassaf/la-luna-Familienmusik

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Tags : BabyFamilienmusikFamilienschatzkisteMusikMusik für BabiesMusik in der SchwangerschaftSchlafliedersingen

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